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Das Geschenk

Weihnachts Vesper 2022

18. Dezember 2022

Das Geschenk

Philip G. Meyer, Pastor Emeritus

 

Soli Deo Gloria!

Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater, und Christus Jesus, unserm Herrn!

Sankt Lukas schreibt die W├Ârter des Engels, der die Geburt Christus verk├╝ndet:

10Und der Engel sprach zu ihnen: F├╝rchtet euch nicht! Siehe, ich verk├╝ndige euch gro├če Freude, die allem Volk widerfahren wird;

11 denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.

Sowohl den Christen allen als auch vielen anderen sind die W├Ârter des Evangelisten Johannes bekannt:

16Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

Weihnachten handelt sich um ein Geschenk, das gegeben worden ist. Ein Geschenk ist unserer Welt von Gott selbst gegeben. Es ist das Geschenk Gottes eingeborenen Sohnes mit Fleisch und Blut. Es ist das Geschenk eines Heilands, der uns von S├╝nde rettet. Paulus schreibt im Kolosserbrief:

15Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes,

der Erstgeborene vor aller Sch├Âpfung.

16Denn in ihm ist alles geschaffen,

was im Himmel und auf Erden ist,

das Sichtbare und das Unsichtbare,

es seien Throne oder Herrschaften

oder M├Ąchte oder Gewalten;

es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen.

17Und er ist vor allem,

und es besteht alles in ihm.

18Und er ist das Haupt des Leibes,

n├Ąmlich der Gemeinde.

Er ist der Anfang,

der Erstgeborene von den Toten,

damit er in allem der Erste sei.

19Denn es hat Gott wohlgefallen,

dass in ihm alle F├╝lle wohnen sollte

20und er durch ihn alles mit sich vers├Âhnte,

es sei auf Erden oder im Himmel,

indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz.

Dann:

9Denn in ihm wohnt die ganze F├╝lle der Gottheit leibhaftig. [Kol. 2.9]

Die gesamte F├╝lle der Gottheit wohnt k├Âperlich! Gott ist komplett auf Erde gekommen, wenn Jesus geboren ist.┬á Diese F├╝lle der Gottheit ist dennoch in ungew├Âhnlichen Umst├Ąnden geboten.┬á Seine Mutter, der Stall, die Tiere, kein Bett, sondern ein Futtertrog, grobe Windeln, keine ├ärzte. Es hat keine Verk├╝ndigungen gegeben au├čer dem den Hirten in den Hinterw├Ąldlern. Eine stille Nacht, eine heilige Nacht! Viele Weihnachtslieder beschreibt es mit erstaunlicher Einfachheit.

Oh Bethlehem du kleine Stadt, wie stille liegst du hier,

du schl├Ąfst und, goldne Sternelein ziehn leise ├╝ber dir. [O Little Town of Bethlehem, LSB 361.3]

Luther hat geschriebt:

So merket nun das Zeichen recht:

die Krippe, Windelein so schlect,

da findet ihr das Kind gelegt,

das alle Welt erh├Ąlt und tr├Ągt.

Vom Himmel hoch, da komm ich her [LSB 358.5]

Die Geschenkverpackung ist aber ganz auserlesen. Brief an die Hebr├Ąer 2. 14-15:

14Weil nun die Kinder von Fleisch und Blut sind, hat auch er’s gleicherma├čen angenommen, damit er durch seinen Tod die Macht n├Ąhme dem, der Gewalt ├╝ber den Tod hatte, n├Ąmlich dem Teufel,

15und die erl├Âste, die durch Furcht vor dem Tod im ganzen Leben Knechte sein mussten.

Gottes Sohn ist gekommen in unserem Fliesch und unserer Blut gewickelt, so dass er euch erl├Âsen konnte. Das hei├čt, er konnte mit seinem schuldlosen Leben und Tod eure S├╝ndenschulden bezahlen und damit euch zu eurem himmlischen Vater zur├╝ckbringen. Er hat v├Âllig daran eilgenommen, was uns menschlich macht, mit der Ausnahme, dass er keine S├╝nde hatte. Wie es Jesaja vorhergesagt hat, gab es nichts mit seinem Erscheinen, das ihn uns w├╝nschenswert macht.

2Er schoss auf vor ihm wie ein Reis und wie eine Wurzel aus d├╝rrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und Hoheit. Wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen h├Ątte. [Is. 53.2]

Er ist als wahrer Mensch gekommen, damit er sterben w├╝rde wie ihr und ich. Durch dieses Sterben w├╝rde er den einen zerst├Âren, der die Todesmacht besitzt, das hei├čt der Teufel. Dadurch w├╝rde er die Menschheit von der Sklaverei der todbringenden S├╝nde erl├Âsen. Durch seine Auferstehung vom Tod hat er garantiert, dass die allen, die an ihm glauben, vom Grab mit Leib und Seele auferstehen und ewiges Leben erben werden.

Der gr├Â├čte deutsche Kirchenliedschreiber, lutherischer Pastor Paul Gerhardt, hat diese herrlichen W├Ârter verfasst:

3. Sein Licht und Heil

Macht alles heil;

Der Himmelsschatz bringt allen Schaden

wieder.

Der Freudenq├╝ll

Immanuel

Schl├Ągt Teufel, H├Âll’ und all ihr Reich

danieder.

4. Drum, frommer Christ,

Wer du ach bist,

Sei gutes Muts und lass dich nicht

betr├╝ben!

Weil Gottes Kind

Dich ihm verbind’t

So kann’s nicht anders sein, Gott muss

dich lieben.

[O Jesus Christ, Thy Manger Is, LSB 372.3-4]

Gewiss liebt Gott euch a so viel! In Liebe gibt es keine Furcht, sondern nur Freude. M├Âge ihr alle Weihnachtsfreuden haben!

Im Name des Vaters, des Ôťá Sohnes, und des Heiligen Geistes.

Und der Friede Gottes, der h├Âher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Phil. 4.7

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